Jean Pierres Traum

Veröffentlicht auf von acron

 

„Ich war auf dem Hof und habe bei der Schlachtung zugesehen. Ich habe gesehen, wie der Schlachter die Sau gejagt hat. Er ist ihr über den ganzen Hof hinweg nachgelaufen und hat sie nicht gekriegt. Ich habe zugesehen dabei und mich halb tot gelacht. Auf einmal hatte er das Vieh. Er hat ihm einen Blecheimer über den Kopf gestülpt, und dann konnte es nichts mehr sehen. Mit der einen Hand hat er den Henkel von dem Eimer gehalten und mit der anderen Hand den Schwanz der Sau und sie somit dirigiert. Bis zur Schlachtküche. Da schrie die Sau: 

 

„Nein, ich will nicht. Du willst mich töten, aber ich will nicht getötet werden. Ich will leben. Leben!“


Aber der Schlachter lachte nur und sagte: 

 

„Wir müssen schließlich alle sterben, also, mach nicht so ein Geschrei, wer weiß, wie schrecklich unser Tod sein wird, du hast mir eins voraus, du weißt wie es sein wird. Du hast es oft mitbekommen!“

 

Die Sau war verzweifelt. Da stand die lange Zinkwanne, du weißt schon, die in der die toten Schweine abgespült werden, und der Schlachter sagte: 

 

„Siehst du, wir haben dir sogar ein heißes Bad einlaufen lassen, und gleich wirst du geschrubbt und gewaschen, und rasiert. Du rasierst dich doch schon, habe ich Recht.“

 

Der Mann lachte wieder, und es war voller Hohn. Und plötzlich merkte ich, dass ich das Schwein war. Ich wollte leben, ich wollte nicht sterben. Ich rasierte mich noch nicht, aber bald, manchmal tue ich es heimlich, damit der Bart wächst. Die anderen, Didier und Claude haben gesagt, dass man damit das Wachstum anregt. Also, ich merke, wie man mir die Kleider vom Leib reißt. Ich bin nackt, und der Schlachter sagt:

 

„Ei, was für ein hübsches zartes Körperchen! Das wird mir schmecken!“

 

Dann spüre ich, wie er mir über den Körper streicht, als wollte er Sex mit mir machen. Und auf einmal hat er ein Schabeeisen in der Hand und schabt mir die Haut ab, die zuerst glatt wird und dann allmählich aufschürft. Er wirft mich in die Wanne und kettet mich an allen vieren an. Dann sagt er:

 

„Halt, Moment, ich habe ganz vergessen, dich zu töten. Ich gönne dir nämlich nicht, deine eigene Hinrichtung zu genießen. Da könnte schließlich jeder kommen.“ 

 

Er nimmt die Pistole und schießt mir in den Kopf. Ich weiß, ich bin tot, doch bin ich nur aus mir heraus gesprungen und stehe nun daneben und sehe meiner Schlachtung zu. Er kann mich nicht sehen. Doch ich sehe zu. Er schabt den Körper der Sau, dann schneidet er ihr die Kehle durch. Er fängt das dampfende Blut in einer Schüssel auf. Dann schneidet er ihr, die auf dem Rücken liegt von oben herab den Körper auf bis unten hin. Er holt zuerst die Galle heraus und legt sie in einen extra Eimer. Dann zieht er ihr die Gedärme aus dem Leib. Plötzlich sieht er mich. Ich denke, jetzt wird er mich zum zweiten Mal töten wollen. Doch er herrscht mich an:

 

„Steh nicht so blöd rum und halte Maulaffen feil, hier nimm die Därme, drücke die Scheiße raus, stülpe sie um und wasche sie sauber, Hier sind zwei Eimer. in dem einen wäschst du sie, in den anderen wirfst du sie. Da ist Salzwasser drin. Los, mach dich nützlich!“

 

„Was,“ denke ich, „ich soll meine eigenen Gedärme waschen? Was ist das denn für ein gemeiner Witz?“

 

Doch ich mache, wie mir geheißen. Und wie ich die Därme wasche, spüre ich einen heftigen Schmerz im Leib. Er lacht und sagt: 

 

„Siehst du, das hast du jetzt davon, was musst du auch so neugierig sein?“

 

Schließlich habe ich den Schmerz nicht mehr ertragen und geschrien. Du hast mich geweckt. Halt mich fest! Lass mich nicht allein. Ich habe solche Angst.“ 

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